Obwohl die große Mehrheit von uns nicht unter ganz so extremen Bedingungen arbeitet, wie Sie auf der Internationalen Raumstation (ISS) anzutreffen sind, ist den meisten von uns die dauerhafte Funktionstüchtigkeit unserer Systeme ein großes Anliegen. Am 31. Juli fiel ein Flüssigkeitskühlsystem auf der Internationalen Raumstation aus, wodurch sich die Besatzung gezwungen sah, mehrere vitaler Systeme der Station abzuschalten. Dieser Störfall an Bord der ISS ruft uns einmal mehr in Erinnerung, wie wichtig es ist, Redundanz in die Entwicklung von kritischen Systemen einzubeziehen und Ersatzteile zur sofortigen Verfügbarkeit bereitzuhalten.
Der Ausfall auf der ISS war die Folge einer Fehlfunktion eines Pumpenmoduls in einem der beiden großen Flüssigkühlkreisläufe der Station. Das zweite oder Ersatzkühlsystem hält die ISS in Gang. Allerdings mussten einige Systeme der Station abgeschaltet werden, da die Ersatzkühlung allein nicht 100 % des Betriebs bewältigen kann. Die Besatzung hat nun vor, das Pumpenmodul in dieser Woche durch eines von zwei auf der Station verfügbaren Ersatzpumpenmodulen zu ersetzen. Dafür ist zwar ein Weltraumspaziergang notwendig, aber wenigstens braucht das Ersatzmodul nicht erst von der Erde ins All geschickt zu werden!
Die Flüssigkeitskühlsysteme der Station entziehen der Elektronik Abwärme mithilfe von Kühlplatten und Wärmetauschern. Jedes Kühlsystem verfügt über zwei getrennte Kühlkreisläufe. Die prozessseitigen Kühlkreisläufe innerhalb der Raumstation verwenden Wasser als Kühlmittel, während die externen Kühlkreisläufe Ammoniak einsetzen, um ein Gefrieren zu verhindern.
In einem Artikel auf Space.com über den Ausfall schreibt Denise Chow: „…obwohl die Komplexität der Teile der Raumstation manchmal zu technischen Problemen führen kann, war es gerade auch die Wechselwirkung zwischen diesen komplexen Systemen, was den Betrieb der Station über ein Jahrzehnt erfolgreich aufrechterhalten hat.“ Laut Boeing war dies der erste Ausfall des Kühlsystems.
Kühlsysteme, die für viele Anwendungen wie beispielsweise die Kühlung von Rechenzentren, medizinischen Geräten oder Fertigungsprozessen eingesetzt werden, gelten häufig als „erfolgskritische“ Einrichtungen. Um diese Herausforderung zu bewältigen, kann Lytron Kühlsysteme mit Redundanzen und anderen Optionen entwickeln und herstellen, die eine dauerhafte Betriebszeit gewährleisten. Lytrons LCS50 Flüssigkeitskühlsystem für Rechenzentren beispielsweise verfügt über redundante Pumpen und redundante Regelklappen (optional) sowie Absperrventile, damit alle wichtigen Komponenten bei laufendem Betrieb ausgetauscht werden können. Lytron bietet auch Ersatzteile für seine Kühlsysteme an.
Quellen:
http://www.space.com/businesstechnology/international-space-station-complexities-100802.html
http://www.nasa.gov/mission_pages/station/main/index.html
http://www.nytimes.com/2010/08/02/science/space/02shuttle.html





